16. Forschungsbericht aus dem Mikrohaus

Wir schreiben…

Wir schreiben das Jahr 2013, genauer den 11.Februar dieses Jahres und es scheint so als würde dieser Winter immer wieder sein kaltes Gesicht zeigen und nur ab und zu mit milden Temperaturen locken. Im PROGREENcity-Haus ist alles soweit in Ordnung, im Radio spielen sie einen angenehmen, leichten Jazz und die Käsekrainer sprudeln vor sich im Wasser hin. Ich sitze wie immer da und tippe meinen Text in den Laptop. Was gibt es sonst gerade zu tun?

– Nichts  –

Langsam schleicht sich das Gefühl des Abschiedes ein aus meiner vorübergehenden Probewohnbleibe. Noch ist es zu früh meine Zeit hier abschließend zu beurteilen.

Kennt ihr die Zeit, wenn sich so langsam ein Abschied einschleicht? Wenn etwas losgelassen werden will und etwas anderes sich ankündigt? Das sind für mich meist bedrückende Zeiten. Irgendwie hat es etwas mit der Gewöhnung an gewisse Zustände und Rahmenbedingungen zu tun. Auf der einen Seite will ich dann daran festhalten, sowie am Probewohnen und der alltäglichen Routine meiner Abläufe hier im Mikrohaus, auf der anderen Seite ist die Zeit dann ganz einfach abgelaufen und es ist vorbei. Sind das alles kleine Tode?

-wahrscheinlich-

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und verabschiede mich bis zu meinem nächsten Eintrag.

(Textbeitrag: Florian Kloidt)


Die Einträge geben die subjektive Erfahrung und Meinung des Erzählers wieder und entstehen im Rahmen eines PROGREENcity Forschungsprojektes in aspern Seestadt.