aspern UNCOVERED: SchülerInnen auf Spurensuche

Ein Semester lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der 5C-Klasse der AHS Heustadelgasse  gemeinsam mit einem Historiker, einer Zeitzeugin und PädagogInnen die Geschichte und Geschichten des Gedenkwaldes in Aspern auf. Initiatorin des Projektes: die von Cornelia Bredt gegründete Initiative school open space (s. o. s.). Am 29. Juni feierten die SchülerInnen den Abschluss von „aspern UNCOVERED“.

Zur Finalisierung des Projekts enthüllte die Klasse neben einem selbst gepflanzten Kirschbaum eine Gedenktafel. Sie enthält als Multimediaelement einen QR Code. BesucherInnen können diesen mithilfe ihres Smartphhones einlesen und erhalten Informationen zum Projekt sowie zum Gedenkwald.

Unmittelbar vor der Enthüllung der Gedenktafel durchkämmten die Schülerinnen und Schüler einen Teil des Gedenkwalds und säuberten ihn von Müll und Unrat. Vom Engagement der Klasse angetan und bei der Enthüllung der Gedenktafel dabei: Bezirksrätin Hilde Dampier, Wien 3420 Vorstand Claudia Nutz, Vertreter der MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, Klassenvorstand 5C AHS Heustadelgasse Ilona Hajnik sowie KuratorInnen und ProjektträgerInnen von aspern Seestadt PUBLIK.

Weiterführende Links:
http://www.schoolopenspace.com
http://www.heustadelgasse.at
http://at.centropa.org
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Zu aspern UNCOVERED

aspern UNCOVERED ist ein New-Media-Projekt, das sich inhaltlich mit der Historie des Gedenkwaldes in Aspern auseinandersetzt. Dieses im Süd-Osten des Flugfeldes Aspern gelegene Waldstück, welches an die 65.000 Wiener Opfer des Holocaust erinnern soll, ist seit Mai 2011 Forschungsfeld der Schülerinnen und Schüler der 5C-Klasse der AHS Heustadelgasse.

Durch Recherche in unterschiedlichen Medien haben sich die Neo-Forscherinnen und Forscher auf die Spur des Gedenkwaldes und seiner Bestimmung geheftet. Dabei wurden sie in wissenschaftlichen Fragen vom Historiker David Forster – Archivar der Israelitischen Kultusgemeinde – unterstützt. Für die Anleitung bei der Umsetzung der Inhalte, sowie das Vermitteln von Medienkompetenz unter medienpädagogischen Ansätzen ist Cornelia Bredt von school open space verantwortlich. Von ihr stammt auch die Idee zu aspern UNCOVERED und die Umsetzung als Schulprojekt.

Die Schülerinnen und Schüler trafen im Zuge ihrer Recherchen die Zeitzeugin Dr. Hannah Fischer, deren Vater einen Garten in Aspern besaß, der 1938 „arisiert“ wurde. Weiters besuchte Fabian Rühle vom Oral-History Projekt centropa die Klasse und berichtete von seiner Arbeit mit ZeitzeugInnen. centropa unterscheidet sich hier speziell in seiner gerade für Jugendliche sehr ansprechenden Form der Verwendung von ZeitzeugInnen-Interviews als Basis für Kurzfilme. Die Klasse holte sich dabei Tipps für die eigene Bearbeitung der in den vergangenen Wochen gesammelten Materialien.

Auch ein Rap zum Gedenkwald ist durch die engagierte Unterstützung der Deutschprofessorin Ilona Hajnik und des Informatikprofessors Heinz Arden entstanden. Zudem knüpfte das Team Kontakt zur Musikschule Donaustadt und produzierte Audiofiles mit jiddischen Liedern, die am PUBLIKlog von „aspern Seestadt PUBLIK“ nachzuhören sind: http://meine.seestadt.info/?p=714