ex.alp: Indien – die schnellste Platte aller Zeiten?

Die Technologiegespräche wurden heute für beendet erklärt. In vielen Vorträgen, Arbeitsgruppen und Seminaren wurden Themen wie „Demographics and human resources“, Produktionsstandorte der Zukunft“ oder „Schlüsselelemente erfolgreicher Innovationskulturen“ Bearbeitet. Besonders gefallen hat uns der Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Global Earth Research – Forschung für die Zukunft der Erde“.

Arrivierte ForscherInnen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gaben dabei einen geologisch-klimatischen Überblick der Erde. Den Auftakt dabei machte Reinhard Hüttl mit seinem Vortrag „Planet Erde: unser Lebensraum“. Er erklärte die unförmige Gestalt der Erde, Grundzüge der Plattentektonik (Indien ist die schnellste Platte, und sie schiebt sich nach Norden, wodurch der Himalaya wächst) und die geophysikalischen Zusammenhänge. Außerdem zeigte er, wie sich das Magnetfeld der Erde vor langer Zeit umgedreht hat.

In „Die Polarregion als Spiegel des Klimas gestern und heute“ zeigte die Polarforscherin Karin Lochte, dass das Abschmelzen des Nordpols wohl unaufhaltsam ist. Auch das viel diskutierte Thema Geo- (und Bio-) Engineering kam zur Sprache. Abschließend referierte Volker Josef Mosbrugger zum Thema „Die Zukunft des Lebens: Wissen wir, was uns erwartet?“. Seiner Meinung nach ist der Einfluss der Menschen auf die Erde schon so stark, dass man ihn in einer Million Jahre noch merken wird. „Der Mensch ist längst zum Geofaktor geworden und verändert das Geschehen auf der Erde kontinuierlich“, meinte Mosbrugger. Man spricht dabei von der Anthroposphäre. Die Logische Konsequenz für ihn ist, dass die Menschen ihren Energieverbrauch zurückfahren müssen, auch Geoengineering hält er für eine Option, um der Erderwärmung entgegenzuwirken.